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Dienstag, 22. Oktober 2019

Neuigkeit

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11.09.2019 10:40 Alter: 41 Tage
Kategorie: Bürgerbrief, Werbung Startseite
Von: Andrea Rauth

Zur Sache - Ihr Bürgermeister informiert


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Sommer bietet doch in der Hektik des Alltages die Möglichkeit ein wenig zur Ruhe zu kommen. Behörden, Ämter und Firmen lassen ihre Mitarbeiter*innen in den wohlverdienten Sommerurlaub. Eltern können mit ihrem Jahresurlaub die Ferien bei weitem nicht abdecken. Deshalb bietet die Gemeinde Rohr in Kooperation mit Vereinen und Partnern auch im Sommer 2019 eine attraktive Ferienbetreuung an.

Rohrer Ferienprogramm

Über 30 verschiedene Angebote konnten über unsere Online-Plattform gebucht werden. Unsere Vereine, die Freiwilligen Feuerwehren und Partner, wie der Kreisjugendring, stellten ein tolles Programm zusammen. Bis auf wenige Plätze wurden die Veranstaltungen sehr gut besucht. Ein Dank fürs Organisieren gilt aus unserer Verwaltung Andrea Rauth und Milla Bromberger.

Kinderkunstfestival

Das „KiKuFe“ war mit über 90 Kindern wieder hervorragend besucht. Workshops zu Tanz, Zauberei, Artistik, Bühnenbau und Theater brachte die Mädels und Jungs aus unserer Gemeinde für eine Woche ganztägig im Pfarrgarten in Regelsbach zusammen. Am 2. August konnte als Krönung der Trainingswoche wieder ein tolles Abschlussfestival bestaunt werden. Die Bühne wurde heuer dann noch durch den Mundartkabarettisten Sven Bach bespielt. Herzlichen Dank an das Team um Martina Schießl und den Förderverein Kindergarten und Jugend Regelsbach e.V., sowie die Jugendfeuerwehr Regelsbach für die tolle Woche.  

Gut besuchte Kirchweihen

Trotz Ferienzeit sind die bisher fünf Kirchweihen in unserer Gemeinde gut besucht worden. Zuletzt feierte Rohr die 5. Jahreszeit. Ein Highlight ist der Kärwazug durch Rohr. Aktuelle politische Themen werden pfiffig aber hintergründig an Textbannern an den Kirchweihwagen zum Lesen angebracht. Die Pionierarbeit der jungen Klimaaktivistin Greta Thunberg, um die „Oldn“ wach zu rütteln und der „Ibiza-Skandal“, um die rechtsgerichtete FPÖ in Österreich waren zwei der Themen. Es ist sehr zu loben, dass die Jungen nicht nur gut Feiern können, sondern auch das aktuelle Zeitgeschehen kritisch beleuchten und hinterfragen. Das schlimme Gewitter, dass am Sonntag in einigen Teilen des Landkreises große Schäden angerichtet hatte, verschonte Gott sei Dank unsere Region und damit auch die Kirchweih.

Ehrungen im Staatsministerium

Im Zuge der Initiative „Bodenständig“ wurden Abwassermeister Jürgen Hummel und Bürgermeister Fröhlich nach München ins Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu eingeladen. Herr Hummel hatte nach dem Starkregenereignis im Juni 2018 im Breitgraben in Rohr auf Grundlage einer Beschreibung, die kaskadenartigen Rückhaltemulden zum gedrosselten Aufstau und Abfluss von Starkregen mit einer Landschaftsgartenbaufirma umgesetzt. Herr Hummel kam zwar leider nicht unter die ersten 10 Akteure, wurde aber mit weiteren 50 eingeladenen Bewerbern aus ganz Bayern, von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber empfangen und für das Engagement geehrt.

Kanalsanierung in Kottensdorf

In Kottensdorf ist im Zuge der Kanalsanierungsmaßnahmen die Umstellung auf ein Trennsystem geplant. Der bestehende Mischwasserkanal in der Staatsstraße wird zum Oberflächenwasserkanal umfunktioniert. Von Westen wird im horizontalen Spülbohrverfahren auf ca. 400 Meter Länge ein neuer Schmutzwasserkanal an der Staatsstraße hergestellt. Das Oberflächenwasser wird am Ortsausgang von Kottensdorf in ein neu zu bauendes Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von 390 Kubikmeter geleitet. Und von dort mit einem gedrosselten Abfluss in die Schwabach. Die Entwurfsplanung wird am 10. September vor Eintritt in die öffentliche Gemeinderatssitzung in Gustenfelden vom Ingenieurbüro Klos aus Spalt noch einmal vorgestellt. Weiter ist geplant, in einer zusätzlichen Anliegerversammlung die Voraussetzungen für die Umbindungsmaßnahmen der Privatanlieger vorzustellen.

Aktueller Stand Flächennutzungsplan

Am 12. August endete die Abgabefrist für erneute Stellungnahmen zum zweiten Entwurf des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Rohr. Die eingegangenen Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange werden erneut dokumentiert, bewertet und müssen dann in einer weiteren Sitzung des Gemeinderates öffentlich behandelt und abgewogen werden. Nach der Überarbeitung des Vorentwurfes wurden die Planungsflächen im Bereich Wohnen, Mischgebiete und Sonder- sowie Gemeinbedarfsflächen um 38% auf 19,6 Hektar reduziert. Wohlgemerkt, dies sind Planungsflächen, die für die nächsten 15 Jahre als Planungsgrundlage dienen. Ohne das Einverständnis der Flächeneigentümer kann kein Bauleitplanverfahren eröffnet werden. Ebenso wenig kann ein Bauleitplanverfahren initiiert werden, wenn die Gemeinde keinen Handlungsbedarf sieht. Parallel zum Flächennutzungsplanverfahren hat sich der Gemeinderat zu zwei Selbstbindungsbeschlüssen verpflichtet. „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ und „Flächenentsiegelung“. Diese Beschlüsse waren Voraussetzung für das Städtebauförderprogramm und den aktuellen Antrag, in ein weiteres Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen zu werden.

Rückmeldungen auf Resolution gegen Juraleitung

Am 10. August fand sehr erfolgreich der Aktionstag der Bürgerinitiative „Rettet das Schwabachtal“ in Gustenfelden statt. Überregional wurde über die Printmedien und das lokale Fernsehen über die Veranstaltung berichtet. Rund 40 Teilnehmer*innen nutzten auch die Gelegenheit, die „Südvariante“ durch das Gemeindegebiet von Rohr, mit mir abzuradeln. Im Rückschreiben der Bundesnetzagentur auf die Resolution der sechs betroffenen Landkreisbürgermeister und Landrat Herbert Eckstein wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass seit 6. August ein Konsultationsverfahren zum zweiten Entwurf des Bundesnetzentwicklungsplanes 2019 – 2030 läuft. Bis 16. Oktober haben die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange Zeit, eine weitere Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan (NEP) abzugeben. In diesem Verfahren werden die aktuellen Strombedarfe, die Einspeisungskulissen und die intereuropäischen Stromübertragungen anhand aktueller Entwicklungen neu ermittelt. Nähere Details hierzu sind der Homepage www.netzausbau.de/2019-2030-nep-ub zu entnehmen.

Ihr/Euer
Felix Fröhlich
Erster Bürgermeister