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Freitag, 22. September 2017

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< Tag der offenen Tür bei der Poizei Schwabach
07.09.2017 14:34 Alter: 15 Tage
Kategorie: Bürgerbrief
Von: Andrea Rauth

Zur Sache - Ihr Bürgermeister informiert


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

im Sommer, während der Ferienzeit setzt merklich eine leichte „Entschleunigung“ ein. Viele genießen ihren Jahresurlaub. Ämter, Behörden, Firmen und Planungsbüros schalten einen Gang runter. In unserer Gemeinde dominier(t)en die Kirchweihen in Leuzdorf, Rohr, Gustenfelden und Prünst die Festlaune und die Traditions- und Brauchtumspflege. Das Trommelfeuer in Hengdorf begeisterte im Juli mit seiner ganz besonderen Atmosphäre wieder zahlreiche Gäste und die Bühnenshow der 80 jungen Nachwuchskünstler des Kinder-Kunst-Festivals in Regelsbach erntete viel Lob und Applaus. Den Organisatoren und vielen ehrenamtlichen, rührigen Unterstützern ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Trotz Ferienzeit haben unsere aktuellen Projekte pünktlich begonnen. Zum Redaktionsschluss wurde zum Bürgerworkshop eingeladen. Man darf gespannt sein, wie sich durch die Beiträge und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung am 29.08. im Bierleinsaal in Rohr die Bedarfslage für die Aufgabenfelder eines lokalen Seniorenpolitischen Konzeptes für unsere Gemeinde Rohr darstellt.

 

Gewerbegebietserweiterung in Rohr

Seit 14.08.2017 werden die Baufelder für die Erweiterungsfläche Rohr-Nord-III freigemacht und die Erdarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Firma Meyer aus Windsbach wird bis zum Winter die Tiefbauarbeiten ausführen. Die Kabelarbeiten sind ab Februar 2018 geplant. Bis Juli 2018 sollen dann die Straßenbaumaßnahmen abgeschlossen werden. Die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken entwickelt sich sehr erfreulich. Die Gemeinde Rohr arbeitet hier eng mit der Unternehmerfabrik in Roth zusammen.

 

Breitbandausbau

Die Firma Demir aus Nürnberg hat zum Ferienbeginn die erste Trasse in Kottensdorf von der Staatsstraße in die Kreisstraße Rh 11 Richtung Regelsbach begonnen. Das Glasfasernetz wird hier nach Wildenbergen weiter gebaut. Wo es Sinn macht, wird die ehemalige Deckschicht, die oft aus verschiedenen Flickenteppichen bestanden hat, gleich mit neuem Gehwegpflaster saniert. Die Reihenfolge der Trassenabschnitte des Ausbaues unterliegt keiner besonderen Priorität. Erst wenn das gesamte Netz steht, wird der Betrieb insgesamt frei geschalten. In vielen Ortsteilen stehen bereits die Multifunktionsgehäuse. Die Einzelbaustellen sind abgesperrt und gesichert. Erst nach und nach werden die Gehäuse anschließend im Trassenbau mit dem Glasfaser- und Kupfernetz gekoppelt.

 

Druckleitungsbau und Kanalnetzsanierung

Die Fa. Moezer GmbH beginnt ab 9. September mit dem Druckleitungsbau nach Unterreichenbach/Schwabach, zur Anbindung der Altgemeinde Gustenfelden an die Abwasseranlage Schwabach in Penzendorf. Gleichzeitig wird das Sanierungskonzept des Schmutz- und Oberflächenwassernetzes in Kottensdorf mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt. Es wird geplant, den vorhandenen Schmutzwasserkanal als Oberflächenwasserkanal (Regenwasser/Fremdwasser) umzufunktionieren. Ein neuer Schmutzwasserkanal soll möglichst mit Hilfe der Technik der Spülbohrung im Böschungsbereich, mit möglichst geringem Eingriff in die Staatsstraße, erfolgen.

Diese Maßnahmen werden am 01.09. mit dem Staatlichen Bauamt Nürnberg abgesprochen.

 

Dorferneuerung und Flurneuordnung

Der Umbau der gefährlichen Kreuzung in Regelsbach ist über Regelbaulast durch den Freistaat Bayern unter der Beteiligung des Landkreis Roth für 2019 geplant. Die Neugestaltung des Heinrich-Reck-Platzes wurde parallel an das Ingenieurbüro Abraham und Staufer aus Wendelstein vergeben. Für die Entwurfsplanungen wird der Arbeitskreis Dorferneuerung (und interessierte Bürger/Innen) im Herbst dazu eingeladen, die Vorschläge der selbst erstellten Dokumentation mit den aktuellen Entwicklungen abzugleichen. Das Büro soll die Vorschläge und Anregungen in ihren Entwurfsplanungen mit aufgreifen.

Seit einer Woche ist der Abriss der „Alten Schmiede“ (Alten Post) durch die Untere Denkmalschutzbehörde schriftlich genehmigt. Die vorhandene Bausubstanz kann keiner sinnvollen Nutzung mehr zugeführt werden. So entsteht ein baulicher Entwicklungsspielraum für die zukünftigen Belange der Freiwilligen Feuerwehr Regelsbach. Auch der Rückbau des Milchhauses schafft neue Planungsflächen. Vielen ist der Löschteich, die „Wied“ vor dem Milchhaus ein Dorn im Auge. Früher wurde die Wied nicht nur als Löschteich sondern zum Beispiel zum Rübenwaschen auch von den Bauern genutzt. Es floss mehr Wasser und die Dorfgemeinschaft organisierte regelmäßig Reinigungsaktionen. Heute ist die Wasserführung stark witterungsabhängig. Durch verschiedene Sedimenteinträge versandet das schwer zu reinigende Löschwasserbecken und der Zufluss. Bei Trockenheit riecht man den organischen Abbau der Abschwemmungen. Nachdem die „Wied“ auch als Löschbecken keine Funktion mehr hat, ist die Verfüllung, bzw. der Rückbau geplant. Der Regelsbach, der die Wied speist soll in der Leitelshofer Straße weitgehend verrohrt werden. So ist an einigen Engstellen genügend Platz um den Gehweg in einer einheitlichen Breite zu sanieren.

Im Bereich des Spielplatzes ist dann eine Renaturierung des Regelsbaches angedacht. Im Ortseingangsbereich von Regelsbach sind aber im Zuge des Geh- und Radwegebaues zwischen Leitelshof und Regelsbach erst bauliche Maßnahmen zu treffen, die das Einspülen von Sand, Sedimentabtrag von den Feldern und den Weihern verhindern. Auch die Straßenentwässerung muss erneuert und die Fremdwassereinträge, wo es technisch möglich ist, umgebunden werden. Solange muss man den wenig schmeichelhaften Anblick der „Wied“ und dem in die Jahre gekommenen Geländer leider noch akzeptieren.

Mit der Vorlage des Planungsentwurfes des Geh- und Radweges von Regelsbach nach Dietersdorf, der Ende September fertig gestellt sein soll, werden in den nächsten Ausgaben des Mitteilungsblattes die Sachstände zu den Projekten in Hengdorf und Nemsdorf vorgestellt.

Ihr/Euer

Felix Fröhlich

Erster Bürgermeister