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Montag, 26. Juni 2017

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< Neuauflage Ortsplan ist erschienen
27.04.2017 15:54 Alter: 59 Tage
Kategorie: Bürgerbrief
Von: Andrea Rauth

Zur Sache - Ihr Bürgermeister informiert


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit viel Fleiß, ruhiger Hand und Kreativität wurden in unserer Gemeinde von Groß und Klein wieder hunderte, wenn nicht sogar tausende Ostereier bemalt und verziert.

Mit Augenmaß und Sorgfalt wurden dann die verschiedenen Osterbrunnen in den Altgemeinden Rohr, Gustenfelden und Prünst gestaltet. Eine schöne und eindrucksvolle Tradition. In Regelsbach wurde in Ermangelung eines Brunnens vor der St. Georgskirche erstmals eine prachtvolle Ostereiche geschaffen. Wie bei den Brunnen dient eine Unterkonstruktion als Grundgerüst für das Ziergrün, das die Eiche umrankt. Schön, dass es rührige Kinder und Erwachsene gibt, die Ostern und damit unsere Ortschaften bunter und feierlicher haben werden lassen.

Sicher leben in Rohr

Kurz vor Ostern besuchten mich Herr Polizeioberrat Leitner, Leiter der Polizeiinspektion Schwabach und sein Stellvertreter Herr Erster Polizeihauptkommissar Truxa, in der Verwaltung in Rohr. Alljährlich wird die Kriminal- und Unfallstatistik auch für die Gemeinde Rohr in einem Jahrbuch übergeben.

Die PI Schwabach ist für die Stadt Schwabach, die Gemeinden Rohr und Kammerstein und nun auch für den Markt Wendelstein zuständig. Für 2016 ist festzustellen, dass die Gesamtkriminalität erheblich zurückgegangen ist. Besonders außergewöhnlich sind die Rückgänge bei Diebstahls- und Betrugsdelikten.

Diese Aussage wird über die so genannte Häufigkeitszahl (erfasste Strafdaten je 100 000 Einwohner) getroffen. Sie liegt für Rohr sehr niedrig. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Delikte, die am Parkplatz bei Dechendorf der BAB A6 registriert werden, mit in diese Statistik für Rohr einfließen, also eigentlich noch geringer wäre. Die Begründung hierfür liegt laut Bericht der PI Schwabach in der noch funktionierenden Sozialkontrolle in unseren Ortschaften. Auch die Tatsache, dass in den ländlich geprägten Ortschaften nicht gleich alles zur Anzeige gebracht wird, sondern im persönlichen Gespräch Lösungen gesucht werden, dürfte hier zum Tragen kommen. Die Aufklärungsquote für Rohr ist von 50% auf 63,2% gestiegen.

Auch die Vorfälle unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen sind mit 2 Fallzahlen marginal. Das heißt auch, dass unsere Dorfkirchweihen mit allen Organisatoren und Ausrichtern, die in der Verantwortung stehen, ebenfalls gut aufgestellt sind und auch hier die soziale Kontrolle gut funktioniert.

Bei der Unfallstatistik sollte man auch genau hinsehen. In den Bürgerversammlungen sind Geschwindigkeitsbegrenzungen und Gefahrenstellen im Gemeindegebiet immer wichtige Themen. In der Gesamtstatistik wurden für das Rohrer Gemeindegebiet 105 Verkehrsunfälle im Erfassungsjahr 2016 aufgenommen. Dabei ist nun festzustellen, dass darunter 81 (!) Wildschäden fallen (zehn mehr als im Vorjahr). Ohne diese Wildschäden läge also die absolute Fallzahl nur bei 24. Gleichwohl werden wir in Kooperation mit der PI Schwabach und den zuständigen Straßenbaubehörden an den bekannten Gefahrenstellen weiter an verkehrstechnischen Verbesserungen arbeiten.

Wir können also folgendes Fazit ziehen. In Rohr lebt es sich sicher, friedlich und in einem funktionierenden Sozialumfeld. Das ist nicht zuletzt der Mentalität unserer Bürgerinnen und Bürger, aber auch, meiner Einschätzung nach, der guten dörflich geprägten Struktur, in der einer auf den anderen schaut, geschuldet. Die Vernetzung und der soziale Austausch in unseren vielen Ortsvereinen und Organisationen, der Arbeit in unseren drei Kirchengemeinden, die hervorragende pädagogische Betreuung in unserer Kinderkrippe, dem Kindergarten und der Grundschule stützen dies zusätzlich institutionell. Wir dürfen nach Beschlusslage des Haushaltes für 2017, erfreut zur Kenntnis nehmen, dass es uns wirtschaftlich gut geht. Noch nie waren die Einnahmen an den Steueranteilen so hoch wie jetzt. Außerdem muss man festhalten, dass wir in Rohr fast „vollbeschäftigt“ sind.

Wir alle sollten dies weiterhin wertschätzen und stets mit Blick auf das derzeitige Geschehen in der Welt gewahr sein, dass es ein großes Glück ist, dass wir so leben dürfen. In Sicherheit, in Freiheit und in Frieden.

Es gilt auch ein Dank an die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Schwabach für ihre hervorragend geleistete Arbeit.

Ihr

Felix Fröhlich

Erster Bürgermeister