Sie sind hier: Gemeinde Rohr / Aktuelles
Dienstag, 22. August 2017

Mitteilungen für Rohr

< Straßensperrungen im Zuge des Breitbandausbaus in der Gemeinde Rohr
31.08.2017 10:34 Alter: -9 Tage
Kategorie: Mitteilungen
Von: Andrea Rauth

Breitbandausbau Rohr - Detailkarten Bandbreiten und weitere Informationen


Für den 6. April 2017 hatte die Gemeinde Rohr zu einer „Infoveranstaltung Breitbandausbau“ eingeladen. Im vollständig gefüllten „Bierlein-Saal“ in Rohr standen Erster Bürgermeister Felix Fröhlich, Thomas Braun, Key Account Manager Technik der Deutschen Telekom, Markus Sand, Regio Manager Deutsche Telekom, Michael Langer von der Breitbandberatung Bayern GmbH und die gemeindliche Breitbandpatin Alexandra Keller den zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

Erster Bürgermeister Fröhlich erläuterte in seiner Begrüßungsrede die zahlreichen, teils durch regulatorische Hemmnisse erschwerten Schritte, welche die Gemeinde Rohr seit Start in das Bayerische Hochgeschwindigkeitsbreitband-Förderprogramm im Sommer 2014 bis dato unternommen hat, um für sämtliche Gemeindeteile eine Mindestbandbreite von 30 MBit/s durch geförderten Ausbau zu erzielen. Diese Einzelschritte und auch die Karte der erschlossenen Ortsteile (Erschließungsgebiete) sind auf der gemeindlichen Homepage laufend dokumentiert und nachvollziehbar - siehe hier.

Thomas Braun erläuterte anhand einer visuellen Präsentation den Ablauf und weitere technischen Daten zum Ausbau. So werden knapp 35 Kilometer Glasfaser und Mikrorohre im Gemeindegebiet verlegt, 13 Multifunktionsgehäuse und 6 Glasfaserverteilerschränke errichtet. Hierdurch werden bislang 920 unterversorgte Haushalte mit schnellen Internetverbindungen versorgt, für die bisher noch keine 30 MBit/s zur Verfügung standen. Mit Glasfaser bis ins Haus (FTTH) und Bandbreiten von 100 MBit/s und mehr werden seitens der Planungen der Telekom die Ortsteile Wildenbergen, Unterprünst und Dechendorf erschlossen, ebenso ein Teil von Regelsbach. Als mit „Glas-bis-ins-Haus“ bereits in der gemeindlichen Ausschreibung gefordert, werden das Gewerbegebiet samt Erweiterungsfläche, das Baugebiet Rohr-Nord („Am Streubicht“) und Hengdorf erschlossen - Hintergrund hierfür ist, dass in der Vergangenheit bereits anlässlich von Baumaßnahmen Leerrohrinfrastruktur vorhanden ist.

Alle anderen Gemeindeteile werden mit sogenannter FTTC-Technik erschlossen. Hier wird das Multifunktionsgehäuse, sprich der Verteilerschrank mit Glasfaser angebunden - über die „letzte Meile“ bis zum Haus wird das Breitbandsignal dann über die vorhandene Kupferkabelstrecke geleitet. Dies hat zur Folge, dass in unmittelbarer Entfernung zum Verteilerschrank höhere Bandbreiten (50 MBit/s) empfangen werden können, während mit zunehmender Entfernung die Dämpfung zunimmt und die Signalstärke abnimmt. Garantiert ist jedoch, dass im Rahmen der Erschließungsgebietsgrenzen mindestens 30 MBit/s gewährleistet sind.

Nachfolgend finden Sie Detailkarten aus denen ersichtlich ist, mit welchen Bandbreiten die einzelnen Haushalte nach erfolgtem Ausbau versorgt sind:

Initiates file downloadGewerbegebiet Rohr, Baugebiet "Am Streubicht" Rohr, Unterprünst, Dechendorf, Wildenbergen, Hengdorf

Initiates file downloadGaulnhofen, Weiler, Leitelshof, Prünst

Initiates file downloadKottensdorf, Rohr, Leuzdorf, Gustenfelden

Initiates file downloadNemsdorf, Göckenhof, Föhrle, Wintergraben, Regelsbach

Herr Sand erläuterte aus vertrieblicher Sicht die von den jeweiligen Bürgerinnen und Bürgern einzuleitenden Schritte. Diejenigen Haushalte, die eine Glasfaserstrecke bis ins Haus gelegt bekommen, werden ab Ende April von MitarbeiterInnen der Deutschen Telekom persönlich kontaktiert, da eine Nutzungsvereinbarung für den Glasfaseranschluss mit den Hauseigentümern nötig ist. Wichtig dabei ist, dass die Hauseigentümer möglichst schnell (binnen 4 Monaten) ihre Zustimmung zum Glasfaseranschluss erteilten. Bis spätestens jedoch 19. Januar 2018 muss die Unterschrift vorliegen, denn dann endet der Ausbauzeitraum laut Kooperationsvertrag. Wer danach erst seine Zustimmung erteilt kann zwar ebenfalls noch einen Glasfaseranschluss erhalten, muss diesen jedoch aus eigener Tasche bezahlen und wartet auch länger (bis zu 6 Monate) darauf.

Diejenigen Haushalte, die mit FTTC-Technik angebunden werden, müssen tätig werden, wenn sie entweder ihren Vertrag umstellen wollen oder einen Anbieterwechsel vornehmen wollen. Da hier die individuellen Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind, rät Markus Sand dringend dazu, entsprechende fachliche Beratung in Telekom-Shops oder auch bei anderen Vertrieben (es gibt auch ortsansässige Fachbetriebe) einzuholen. Abzuraten ist regelmäßig von einer „eigenmächtigen“ Kündigung bestehender Verträge. Hier ist dringend zu empfehlen, erst mit dem gewünschten, neuen Netzanbieter Kontakt aufzunehmen, der dann den Vertragswechsel durchführt.

Bürgermeister Fröhlich wies darauf hin, dass die Gemeinde Rohr hinsichtlich einer weiteren Bandbreitenverbesserung „am Ball“ bleibt. So wurde bereits eine Machbarkeitsstudie im Rahmen des „Bundesförderprogramms Breitband“ in Auftrag gegeben.

Kontakt:

Breitbandpatin Alexandra Keller

Telefon: 09876/9775-16

Opens window for sending emailalexandra.keller(at)rohr-mfr(dot)de


Dateien:
Nr.01_Kottensdorf.pdf327 K